Die Geschichte des CVJM Feriendorfes
Nachkriegszeit bis Ende der 50er-Jahre
Die Wurzeln des Feriendorfes liegen in der Jugendarbeit des CVJM Gießen. Gießen in der Nachkriegszeit, zerbombte Häuser und kaputte Straßen. Symbol für den Zusammenbruch eines Wahnsinns. Mitten im Chaos der Nachkriegszeit Menschen, die nach vorne gingen, anderen Mut machen und konkret anpackten. Die Amerikaner erlaubten dem CVJM, als einem der ersten örtlichen Vereine, die Durchführung von Jugendarbeit. Manche können sich an die "Blockhütte" in der Nordanlage 17 erinnern. Finanziert wurde sie vom weltweiten "YMCA". Zeltlager in den Sommerferien, ein Höhepunkt für jeden Jungscharler, ab 1947 auch wieder in Gießen. Es ging raus auf's Land, das war klar. Die Auswahl an geeigneten Plätzen war groß (u. a. Kirchvers, Grünberg, Großen Buseck). Viele davon wurden im Laufe der Zeit besucht. Es entwickelte sich immer mehr das Bedürfnis, einen festen Zeltplatz zu finden. Ein geeignetes Gelände wurde in Herbstein gefunden. Es handelte sich um den Kernbestand unseres jetzigen Geländes. 1958 wurde der Kaufvertrag abgeschlossen und auch das erste Zeltlager durchgeführt.- CVJM Haus Nordanlage
- Zeltlager Kirchvers
- Zeltlager in Herbstein
Ende der 50er-Jahre bis Mitte der 70er-Jahre
In dieser Zeit entwickelte sich das Feriendorf von einem Sommerzeltplatz zu einer ganzjährig genutzen Jugendfreizeitstätte. Der Bau des Haupthauses 1960 war der Anfang einer ganzen Reihe von Baumaßnahmen. 1964/65 wurden die fünf Blockhäuser, das Waschblockhaus und der Glockenturm errichtet. 1968 kamen die drei Zelthäuser dazu, der Zukauf der Heckenmühle geschah 1971. 1972/73 folgte der Bau des Aufenthaltshauses, 1974 begann die erste Stufe der Erweiterung des Haupthauses, die 1976 mit der Fertigstellung der Mehrzweckhalle und dem Zwischenbau zum „alten“ Haupthaus abgeschlossen wurde. Im Ergebnis wurde aus dem ehemaligen Zeltplatz für Sommerfreizeiten eine ganzjährig genutzte Jugendfreizeitstätte.Eine der treibenden Kräfte hinter dieser Entwicklung war Ernst Klotz, der damalige 1. Vorsitzende des CVJM Gießen.Er starb am 6. September 1966. Im Gedenken an ihn wurde die Freizeitstätte in „Ernst-Klotz-Feriendorf“ umbenannt. Im Sprachgebrauch der umliegenden Bevölkerung hieß und heißt das Feriendorf „CVJM Heim“.- Fleißige Helfer beim Bau des Haupthauses
- Die Einweihungsfeier des Haupthauses im Jahr 1960
- Blockhütten und Glockenturm
Mitte der 70er-Jahre bis Anfang der 90er-Jahre
Aus einem Jugendfreizeitheim wurde eine Begegnungsstätte von Jungen, Alten und Familien. Die Einstellung eines Verantwortlichen für die Leitung des Feriendorfes vor Ort wurde immer dringender. Mit Wolfgang Habermehl wurde 1974 die erste Feriendorfleitung eingestellt. Ab 1978 übernahmen das Ehepaar Elisabeth und Karl Schunkert die Feriendorfleitung. 1989 gingen sie in den wohlverdienten Ruhestand. Für einen Übergangszeitraum folgten Reiner Engel und das Ehepaar Doris und Reinhard Bald. Im November 1991 übernahmen Petra und Jörg Podlinski die Feriendorfleitung. Die Leitung vor Ort war notwendig, um den Erhalt des Bestehenden sicherzustellen und um den weiteren Ausbau des Feriendorfes zu ermöglichen. Das beinhaltete auch Personalführung. Neben Stundenkräften für den Küchenbetrieb aus der näheren Umgebung kamen ab dem Jahr 1974 auch Zivildienstleistende hinzu.Der Bau des Heimleiterhauses im Jahr 1978 schaffte neue Möglichkeiten für die Feriendorfleitung. Die Planung einer Familienbegegnungsstätte setzte sich kontinuierlich fort. Dabei ging es sowohl um personelle als auch um konzeptionelle und baulichen Aspekte. 1982 wurden die 10 Familienhäuser und das Gemeinschaftshaus erstellt. Es folgte der Bau des Wirtschaftsgebäudes im Jahr 1988.
Fließend entwickelte sich die Arbeit im Feriendorf über reine Jugendarbeit hinaus. Die Impulse dafür kamen aus der Arbeit des CVJM Gießen. Aber auch andere Gästegruppen nutzten die sich ständig erweiternden Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Neue Gästegruppen kamen hinzu.
- „Parade der Zivis“ anlässlich der Verabschiedung von Elisabeth und Karl Schunkert.
- Einblicke in die Einweihungsfeier unseres „Zentralen Wirtschaftsgebäudes“ ZWiG
- Einweihung ZWIG Posaunenchor
- Einweihung ZWIG
Anfang der 90er-Jahre bis 2008
Die Verselbständigung des Feriendorfes und Gründung des Trägervereins „CVJM-Feriendorf Herbstein e. V.“Im Jahr 1995 beschlossen die Mitglieder des CVJM Gießen das Ernst-Klotz-Feriendorf auszugliedern und zu verselbständigen. Am 9. September 1999 wurde ein Trägerverein für das Feriendorf ins Leben gerufen. Der Name des Vereins: „CVJM-Feriendorf Herbstein e. V."
Der 1993 gegründete Förderverein, das 2004 ins Leben gerufene Kuratorium und der Trägerverein bildeten zusammen das Gerüst, um das herum sich die Arbeit im Feriendorf entwickelte. Die Einbindung in die überregionalen Verbände CVJM-Westbund, Evangelische Familienerholung und Diakonisches Werk in Hessen und Nassau erfolgte reibungslos.
In der Satzung des Trägervereins sind der Zweck und die Aufgaben des Trägervereins beschrieben. Der Schwerpunkt liegt in der bildungs- und freizeitpädagogischen Arbeit. Der christliche Glaube und das Thema „Schöpfungsverantwortung“ werden darin als Richtschnur für die Umsetzung benannt. In Anlehnung an die EXPO 2000 haben wird als Motto für diesen konzeptionellen Ansatz „Mensch – Natur – Technik“ gewählt. Der „Regenbogen“ in unserem Feriendorflogo symbolisiert den christlichen Kontext, in dem dieses Motto eingebunden ist. Anhand der Bauprojekte und infrastrukturellen Maßnahmen sind die vielfältigen Konkretisierungen des Satzungsprogramms beispielhaft abzulesen:
Umbau des Waschblockhauses und Installation einer Solaranlage für die Brauchwassererwärmung (1997),
Erstellung eines Medienwerkhauses mit Computerarbeitsplätzen (2000),
Installation einer Photovoltaikanlage mit einer Gesamtfläche von über 400 Quadratmetern auf den Dachflächen unseres Feriendorfes (2005).
- Bau des Medienwerkhauses
- Pizzahütte
- Weg zum Medienwerkhaus














